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Die
Benediktinerabtei Ettal in Geschichte und Gegenwart |
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Vorgeschichte
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Gründung des Klosters Schon der Name des Ortes weist auf eines der Gründungsmotive Ettals hin. Die Lage des Klosters im Ammertal auf etwa 900 m Höhe läßt auf das ungewöhnliche dieser Gründung schließen. Wie sollte ein solches Benediktinerkloster jemals bestand haben? Sowohl Witterungsbedingungen als Grund und Boden sind alles andere als für ein eigenständiges Benediktinerkloster geeignet. Ettal - ursprünglich ê-tal stellt wohl die Erfüllung eines Gelübdes dar. Im "Liber certarum historiarum" (1340-1343) des Abtes und Geschichtsschreibers Johannes von Viktring (um 1270-1347) von 1342 wird der Name Ettal zum ersten Mal als ein Tal des Bündnisses (vallum legis = Tal des Bündnisses) beschrieben. Eine andere Deutung spricht davon, daß der Kaiser das Ammertal Maria angelobt hat und das Kloster so "unser frawen ê-tal", "unserer Frau (Maria) angelobte" nannte. Ursprünglich hieß das Hochtal zwischen Loisach und den Ammergauer Bergen "Ampferang" und war schon zur Merowingerzeit besiedelt, worüber Gräberfunde aus dem 6./7. Jahrhundert Zeugnis geben. Doch dürften die Gründe für eine Klostergründung in diesen Hochtal keineswegs nur auf ein Gelübde zurückgehen. Umstände, Voraussetzung und Form der Gründung Ettals sind bis heute nicht ausreichend klar. |