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Die Benediktinerabtei Ettal
in Geschichte und Gegenwart

Vorgeschichte

Gründung
Gründungsmotive
Gründungslegende
30jähriger Krieg

1709 bis 1803
Abt Placidus Seiz &
die Ritterakademie

Der Klosterbrand von 1744

Säkularisation
Ende des alten Ettal
Klostergut 1803-1900

Wiederbegründung
Ettal heute

 

Die Gründungslegende

An dieser Stelle soll auch die Gründungslegende, die wohl um das Jahr 1388 von einem Mönch in St. Emmeram verfaßt wurde, erwähnt werden. In dem Werk "Fundationes monasteriorum Bavariae", einer lateinischen Handschrift, sind Gründungslegenden bayerischer Klöster niedergeschrieben. Nach und nach wird diese Gründungslegende ausgeschmückt und nach 1488 geschrieben und 1502 in Wessobrunn gedruckt. Diese ausgeschmückte Legende besagt folgendes über die Gründung: Als Kaiser Ludwig auf seiner Reise nach Rom in große Bedrängnis gekom-men war und gerne wieder in sein Herzogtum Bayern zurückkehren wollte, erschien dem Kaiser in der großen Bedrängnis sodann ein "grauer Mönch", der ihm zusagte, daß er mit einem Gelöbnis aus seiner mißlichen Lage kommen könne. Der Kaiser solle "im Ampferang" zur Ehre Gottes und der Gottesmutter bauen. Da der Kaiser die Stelle "im Ampferang" nicht kannte, versprach der Mönche, daß er ihm diese Stelle wohl zeigen werde. So gelobte der Kaiser die Gründung des Klosters und der Mönch übergab ihm ein Marienbild aus weißem Marmor. Die Zusage des Mönches, daß der Kaiser aus seiner mißlichen Lage errettet werde ging auch in Erfüllung. Als der Kaiser dann in Partenkirchen war, fragte er einen Jäger, wo der Ampferang ist. Dieser Jäger ritt mit dem Kaiser an die besagte Stelle. In diesem dichten Wald, der wohl von Räubern beherrscht wurde. An einem alten Baum sank das Pferd des Kaisers dann dreimal hintereinander nieder. Dies war dann die Stelle, an der das Kloster gebaut werden sollte. Die Legende berichtet dann auch schon von 12 Rittern, die in dem Kloster lebten. Der Name "Ettal" geht, so die Legende auch auf den Kaiser zurück. So weit die legendenhafte Erzählung über die Gründung des Kloster, in der trotz aller Ausschmückungen ein großer Wahrheitsgehalt liegt.