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Die
Benediktinerabtei Ettal in Geschichte und Gegenwart |
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Vorgeschichte
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Der Überfall auf das Kloster Ettal 1552 und der 30jährige Krieg
Wie alle anderen bayerischen Abteien hat auch das Kloster Ettal alle Höhen und Tiefen der Geschichte erlebt. In den ersten 4 Jahrhunderten blieb das Kloster im Vergleich zu den großen altbayerischen Abteien allerdings weitgehend bedeutungslos. Sowohl die Hochblüte der spätgotischen Kunst, als auch die Wirren der Reformation sind an dem Kloster fast spurlos vorübergegangen. Ein Überfall der Truppen des Kurfürsten Moritz von Sachsen im Mai 1552 hat dem Kloster große Schäden zugefügt. Mit dem Abt Ottmar Goppelzrieder stellt sich eine bescheidene Blüte des Klosters ein. Zu Beginn des 17. Jahrhundert festigt er die Wirtschaftslage, baut die Bergstraße von Oberau nach Ettal aus, gründet 1619 den Klostergasthof und errichtet die bis heute ununterbrochen bestehende Brauerei. Durch den Schwedeneinfall 1632 erlitt das Kloster wieder schwere Rückschläge, von denen es sich nach dem Krieg allerdings wieder rasch erholte. Eine Wallfahrt zu "unserer Frau Stifterin", die im späten 15. Jahrhundert aufkam, gewinnt in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts einen erheblichen Aufschwung. Mit dieser Wallfahrt zog das Kloster auch die Aufmerksamkeit des Münchner Hofes, insbesondere des Kurfürsten Maximilian I. und seiner Gattin Maria Anna in erheblichen Maße auf sich. Seit dieser Zeit gehörte Ettal neben Altötting, Andechs, Wessobrunn und Tuntenhausen zu den bevorzugten Klöstern, bzw. Wallfahrtsorten des Münchner Hofes. Der vom Kurfürsten Max Emmanuel 1684 gegründeten Bayerischen Benediktinerkongregation trat Ettal mit Rücksicht auf seine enge Beziehung zum Freisinger Fürstbischof nicht bei. |