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Die
Benediktinerabtei Ettal in Geschichte und Gegenwart |
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Vorgeschichte
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Das Klostergut 1803 - 1900 Mit der Säkularisation schien das klösterliche Leben auch in Ettal endgültig erloschen. Die Konventualen suchten sich auf Anweisung der Regierung ein geeignetes Betätigungsfeld in der Seelsorge, ein Teil von ihnen verblieb so lange als möglich in Ettal. Die Grundstücke und das Inventar des Klosters wurden meistbietend versteigert. Die Klostergebäude selbst gingen ebenfalls in Privatbesitz über. Als 1822 keine Hoffnung mehr auf eine Wiederbegründung bestand, wurden große Teile des Klosters abgerissen. Nur ein Flügel wurde als Wohraum für den neuen Besitzer, Herrn v. Bauer-Breitenfeld, genützt. 1843 starb der letzte Konventuale des alten Ettal: P. Othmar Weiß, der in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts das Oberammergauer Passionsspiel überarbeitet und somit einem Verbot der Regierung entzogen hat. Der Klostergrund wechselte bis 1897 mehrfach den Besitzer. Während dieser fast hundert Jahre wurden auch verschiedenartige Pläne zur Nutzung der ehemaligen Klostergebäude mit ihrer Kirche gefasst: Der Umbau zu einem Zuchthaus, einem Zentralkloster, eine Draht- und Messingfabrik, eine Ordenskirche für einen neuen Ritterorden, eine Ritterakademie, ein Rettungshaus für verwahrloste Kinder. Doch all diese Pläne wurden nicht ausgeführt und haben somit in gewisser Weise den Weg frei gehalten für die Wiederbegründung des Klosters im Jahre 1900. |